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Wissenswertes

Wissenswertes

Eigenverbrauch: 
Ist der Anteil der Energie aus der PV-Anlage den man selbst verbraucht. Produziert die PV-Anlage 6.000 KWh/a und 1.500 KWh/a aus der erzeugten Energie werden selbst verbraucht, beträgt der Eigenverbrauch 25%. In der Regel liegt der Eigenverbrauch einer PV-Anlage bei etwa 15-25% (je nach Anlagengröße und Verbrauch)

Autarkiegrad:
Ist der Anteil der verbrauchten Energie im Haus, die man von der PV-Anlage selbst nutzt. Werden 3.000 KWh/a Energie verbraucht und 1.000 KWh davon kommen aus der eigenen PV-Anlage, beträgt der Autarkiegrad 33%.

Beide Begriffe haben nichts miteinander zu tun, sondern verhalten sich gegenteilig:

  • Je größer die Anlage, desto
    -> Geringer der Eigenverbrauch, aber desto
    -> Größer der Autarkiegrad und desto
    -> Preiswerter die Anlage pro Leistung (KWp)

  • Je kleiner die PV-Anlage, desto
    -> Größer der Eigenverbrauch aus der PV-Anlage, aber desto
    -> Geringer der Autarkiegrad und desto
    -> Teurer die Anlage pro Leistung (KWp)

    Die Anlagengröße muss also individuell anhand des Verbrauchs festlegt werden

Alle Welt redet von einem Speicher. Ja, mit einem Speicher kann der Eigenverbrauch und auch die Autarkie deutlich erhöht werden, aber

  • Auch mit Speicher erreicht man auch nur etwa 50% Eigenverbrauch und eine komplette Autarkie (Unabhängigkeit) kann es nicht geben. Seien sie vorsichtig, wenn ihnen deutlich höhere Zahlen genannt werden.

  • Mit einem Speicher kann man in der Regel kein Elektroauto laden. Die üblichen Speicher von 6 – 10 KWh würden maximal bei voller Ladung für 30-60 Km Fahrstrecke reichen

  • Speicher werden zwar preiswerter, aber rein wirtschaftlich rechnet sich bei den meisten Projekten ein Speicher noch nicht.

In unseren Augen macht es mehr Sinn mit der überschüssigen Energie die Heizungsanlage zu unterstützen in dem über einen Heizstab das Heizungswasser im Speicher erwärmt wird. Hierzu gibt es bereits fertige Steuerungen im Markt.

  • Oft wird behauptet, dass nur Dächer in Südrichtung für PV-Anlagen geeignet sind. Es ist richtig, dass Süddächer absolut gesehen den meisten Ertrag liefern, aber ein Ost-West-Dach liefert mehr Ertrag bereits früh morgens bis in den Abend hinein. Somit ist der mögliche Eigenverbrauch deutlich besser als bei einem Süddach

  • Zu beachten ist: Je flacher die Dachneigung ist, desto weniger wichtig ist die Ausrichtung des Daches. Ein Norddach mit 5° hat noch etwa 84% des Ertrags eines optimalen Süddachs und damit den gleichen Wert wie ein Ost-West_dach mit 25° Dachneigung.
  • Seien sie wachsam. In der Regel sind die Mietkosten deutlich höher als die Ersparnis. D. h. sie zahlen erst einmal 20 Jahre mehr als vorher. Im Gegensatz dazu ist der Kauf und die Finanzierung einer Anlage deutlich preiswerter und sie haben auch die ersten 20 Jahre schon einen Überschuss.

  • Die großen Anbieter zahlen Millionen an Werbung und beschäftigen irgendwelche Subunternehmen. Das alles muss bezahlt werden – vom Endkunden. Deswegen können diese Anlagen nicht günstiger sein
  • Eine Reihe von großen Anbietern heben sich vom Markt durch eigene Marken von Modulen und Wechselrichtern ab. Jeder der sich mit der Entwicklung und Produktion von Modulen und insbesondere von Wechselrichtern auskennt weiß, dass kein einzelnes Solarunternehmen preiswertere und bessere Produkte herstellen kann als die bewährten Produkte, die weltweit millionenfach verkauft werden. Allein die Entwicklung von Wechselrichtern dauert Jahre und ist extrem aufwändig.

  • In der Regel basieren diese Eigenmarken auf bereits im Markt befindlichen Standardprodukten die nur unter einem anderen Namen verkauft werden.

  • Sinn und Zweck dieser Eigenmarken ist in der Regel, dass man eine Vergleichbarkeit mit anderen Solaranbietern vermeiden will, damit man höhere Preise bei gleicher Qualität durchsetzen kann bzw. verhindert werden soll das die Kunden sehen welcher Hersteller hinter den Produkten steckt

  • Beim letzten großen Solarboom um 2010 hat ein weltweit bekannter Hersteller von Fenstern und Türen billig PV-Laminate in Asien eingekauft, selbst einen Rahmen darum gebaut und dann teuer als „Deutsche Module“ auf den Markt gebracht.

  • Wir scheuen keinen Vergleich und verwenden bei Modulen langjährig etablierte Top-Marken aus Asien (Trina, Jinko, Canadian Solar, Ja Solar, ..) und bei Wechselrichtern nur die 4 Top-Anbieter aus Europa (SMA, Fronius, Kostal, Kaco). Denn wenn doch einmal ein Defekt an einer Anlage vorkommt sind es zu 99% die Wechselrichter und nicht die PV-Module.
Ja, sie sollten Preise vergleichen – aber nicht durch die viel beworbenen Portale. Denn diese Portale werden in der Regel von den großen Anbietern oder durch Geschäftspartner betrieben und sie erhalten eben keinen unabhängigen fairen Vergleich, sondern nur deutlich teurere Angebote der großen Anbieter die zig Millionen in Werbung investieren – die der Endkunde dann bezahlt.